Lost Encounters Gravity Begins At Home
mit Axel Loytved, Lily Wittenburg, Sebastian Stein

holo gravity web

Ausstellungsprojekt im Rahmen der Förderpreise 2015/16 der Arthur Boskamp-Stiftung
29.05. – 10.07.2016 Öffnungszeiten Sonntags 14h bis 18h und nach telefonischer Absprache
Eröffnung Samstag 28. Mai ab 16h. Es wird einen Shuttle-Bus vom/zum Bahnhof Wrist geben, Anmeldungen bitte unter info@arthurboskamp-stiftung.de

Abstrakt ließe sich sagen, dass Lily Wittenburg und Axel Loytved sich mit unterschiedlichen Methoden der Eigenheit der Dinge, ihren materiellen Beschaffenheiten und den Bedingungen, die sie an unser Handeln stellen nähern. Axel Loytveds Verschiebung von Spuren, möglichen Ordnungen und zufälligen Gegebenheiten in skulpurale Elemente befragen Sinn- und Funktionslogiken und erstellen dabei eine gewisse Systematik der Kontingenz. Lily Wittenburgs Versuchsanordnungen erkunden die Phänomenologie von Licht, Staub und Strahlungen und die verborgende Seite der Dinge an deren Rändern wir uns mit unseren Messwerkzeugen bewegen. Gemeinsam mit Sebastian Stein haben die beiden KünstlerInnen zudem Tonspuren zur Ausstellung entwickelt, die die räumlichen und institutionellen Bedingungen der Ausstellung befragen.

Etwas konkreter werden daraus Betonobjekte, die in Schieflage über den Ausstellungsboden treiben, sich zu Cliquen formieren oder sich vereinzelt scheinbar anschicken abzutauchen, ein Pappkarton mit Loch, verwitterte in Bronze gegossene Plakate, deren gebürstete faltig gebrochene Oberflächen diffus den Raum und dessen Bewegungen spiegeln, schwingende Uranglaspendel in dunklen Räumen, Reste von Licht-Staub-Verwitterungs-Experimenten, Geräuschwellen, aufgenommene und abgespielte Kommentare und falsche Hintergrundgeräusche in richtigen Räumen.

All dies sind aber immer nur abstrakte Beschreibungen, die dem Beschriebenen nur teilweise gerecht werden können und dem Ganzen zudem durch ihre Stylistik und Wortwahl einen bestimmten Habitus zur Seite stellen, der nicht unproblematisch ist. es war also nicht so leicht, diesen Text zu schreiben. Es soll aber auch nicht immer nur um Probleme und Konflikte gehen, um die Schwierigkeiten, etwas zusammen zu machen und selber damit zufrieden zu sein, darum, sich um sich selber zu drehen oder darum, welche Rolle Betrieblichkeiten bei all dem spielen und was das alles überhaupt soll.

montemor_exhibit

holo sounds #1

22. – 23. April Workshop mit Ryan Jordan: And the Earth sang like a mad Beast

In dem zwei-tägigen Workshop geht es darum bestimmte Mineralien und Metalle zu explorieren, um damit einfache elektronische Instrumente herzustellen. Diese Instrumente erfassen und beeinflussen kleinste Veränderungen in ihrer näheren Umgebung und manipulieren deren auditiven Output auf drastische Weise. Mit Hilfe dieser Anordnung wird erkennbar, wie menschliche Wahrnehmung durch irdische, außer-irdische und unsere eigenen biologischen Phänomene beeinflusst wird.

Zur Abschlusspräsentation des Workshops am Sonntag 24. April um 15h findet zudem ein Konzert von a.melodie mit selbstgebauten und an Pflanzen angeschlossenenen Synthesizern statt. Da jede Pflanze eine ganz individuelle Klangfarbe hat, welche den Output der Synthesizer bestimmt und aufgrund von physiologischen Reaktionen deren Frequenz moduliert, entsteht eine lebendige, sich immer wieder verändernde Geräuschkulisse.

Workshop und Konzerte sind kostenlos, und es kann auch kostenlos im M.1 übernachtet werden, Workshopanmeldungen bitte an:
info@arthurboskamp-stiftung.de

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